4. Juli 2010, Update zum Projekt "Limmatwave"

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GEMEINDERAT LEHNT POSTULAT MIT 66:46 AB

Der Zürcher Gemeinderat hat das Postulat zur Prüfung einer Stehenden Welle am Letten mit 46:66 Stimmen nach einstündiger Debatte abgelehnt. Der Vorstoss wurde während der Debatte noch um zwei Sätze erweitert und lautete folgendermassen:
Der Stadrat wird gebeten zu prüfen, wie die Realisierung des innovativen Projekts Limmatwave unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen der Anwohnerschaft unterstützt werden kann. Es soll Nutzungseinschränkungen für Surferinnen und Kannuten während der Badesaison geben und es soll dabei beachtet werden, dass die elektrische Lelstung des EWZ Kraftwerks Oberer Letten nicht eingeschränkt werden und auch andere Standorte in Betracht gezogen werden.
Dafür votiert haben geschlossen die CVP, die GLP, rund 17 SP-Räte und einige Grüne. Dagegen gestimmt haben geschlossen die FDP und SVP-Fraktion, 14 SP-Räte und die AL und einige Grüne. Hätte die SP nicht im letzten Moment eine Stimmfreigabe beschlossen, sondern gemäss ihren 17 Ja zu 14 Nein wie die andern Parteien in der Fraktion geschlossen Ja gestimmt, wäre das Postulat wohl mit 52:60 angenommen worden.
Das Postulat wurde während der Debatte noch von der SP mit einem Zusatz-Satz versehen, dass mit den Anwohnern ein Nutzungskonzept ausgearbeitet werden sollte und mit einem Zusatz von den Grünen, dass andere Standorte abgeklärt werden sollen und die verminderte Energie kompensiert werden solle. Von der FDP und SVP mussten wir leider Voten hören, die darauf hinwiesen, dass die Räte sich nicht über das Postulat informiert hatte. So wurde im selben Votum gesagt, dass kaum jemand eine solche Welle brauche und dass viel zu vleie Leute das Quartier überschwemmen würden. Zwei Argumente, die wir in unserer und auch mit dem Nutzungs- und Reservations-Konzept schon lange widerlegt hatten.
Es wurde auf den minimsten Stromproduktions-Verlust von 0,2 ProMILLE argumentiert und nie erwähnt, dass unser Energie-Sparplan genau diese Menge hätte einsparen können (sogar noch mehr).
Ignoriert wurde auch, dass wir bei den Wipkingern im Quartierverein schon seit längerem auf gute, dass der Wipkinger Gewerbeverband-Vorsteer begeistertes Mitglied unseres Vereins ist und die Welle befürwortet. Oder dass eine Fischwanderung trotz Wellensackt mit eigenem Fischpass möglich wäre.
Zu aller Ironie überwies der Gemeinderat am selben Abend noch ein Vorstoss, dass die Stadt Zürich in die Erforschung von velo-sicheren Tramschienen überwies. Er spricht zudem dauernd von einer 2000 Watt-Gesellschaft; die Stadt Zürich verbraucht jedoch jedes Jahr 1 bis 2 Prozent mehr Strom. Der Verein möchte folgenden Sport- und Wellenfreundlichen Gemeinderäten für ihren Einsatz und ihre Voten während der Debatte danken: Christian Traber CVP, Martin Luchsinger GLP, Mathias Probst SP, Christine Seidler SP, Thomas Marthaler SP, Robert Schönböchler CVP.


WIE ES WEITER GEHT

Die Ablehnung und vor allem die ignorante Argumentation der Wellengegner der SVP, FDP und SP haben uns ziemlilch frustriert. Wir geben jedoch nicht auf. Die Tatsache, dass es Zürich nicht schafft, ein Fussballstadion, ein Kongresszentrum, eine Freestylepark oder andere standortfördernde Einrichtungen zu realisieren, deutet auf konservative, unbewegliche und vom Wohlstand und der hohen Lebensqualität träge gewordene und geblendete Entscheidungsträger hin. In verschiedenen Städte-Ratings wird Zürich von anderen Städte rechts überholt. Die Stadt mit der einst höchsten Lebensqualität der Welt rutscht immer weiter ab, und niemand gibt Gegensteuer. Bern, München oder eine andere Stadt werden wohl vor Zürich eine Welle haben. Doch der Traum, im so sauberen Züri-Wasser einst surfen und kanutieren zu können, lässt uns nicht aufgeben.
Das Postulat verlangte nur eine Prüfung des Stadtrates und nichts mehr. Wenn wir mit einem Bauherren überein kommen, eine Welle zu bauen, steht einer solchen Anlage nichts im Weg.
Weil die Technik des aufpumpbaren Wellenkörpers an anderen Orten schlecht bis gar nicht funktioniert, stehen wir fast am Anfang und müssen mit den neuen Standorten auch neue Techniken abklären. Dies benötigte Zeit und auch Manpower von Ingenieuren, Architekten und Raumplanern. Wir möchten darum allen danken, die uns bis zu diesen Punkt mit ihrer Vereinsmitgliedschaft unterstützt haben und auch weiter unterstützen.

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